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Ausbildungsreihe „Besser Reiten“ zu Gast in Großenlüder-Eichenau

 

„Besser Reiten – FN Ausbildung on Tour“ heißt das Seminar, das die Deutsche Akademie des Pferdes in ganz Deutschland an 30 Standorten durchführt. Der erste Termin dieser Ausbildungsoffensive der FN in Hessen wurde am 7. März auf dem Weidstücker Hof in Großenlüder-Eichenau ausgetragen. Vor Ort waren etwa 300 interessierte Reiter und Ausbilder, um neue Erkenntnisse, Tipps und Hilfestellungen zu erhalten.

 

Seminarleiter Christoph Hess (Leiter der Abteilung Ausbildung der FN - auf dem Foto links) ging gemeinsam mit dem bekannten und kompetenten Ausbilder Heinz-Günter Scholten (auf dem Foto rechts) auf alltägliche Probleme des Freizeit- und Turnierreiters ein, zeigte individuelle Lösungswege auf und praktizierte damit situationsbezogene, angewandte Reitlehre. „Unabhängig von der bevorzugten Reitweise steht der losgelassene Sitz des Reiters und die harmonische Kommunikation mit dem Pferd im Vordergrund“, betonte Hess zu Beginn des Abends. Sein Ziel sei es, mit dem Hintergrund der klassischen Reitlehre, Lösungswege aufzuzeigen, wie es richtig und besser ist.

Und so lieferten die praktischen Lehrdemonstrationen und deren Kommentierung bei dem ein oder anderen Zuschauer ein „Aha“-Erlebnis. Den Anfang machte das Thema „Sitzschulung im Dressursattel“ (Reiter Tim Hesseldieck), gefolgt von „Sitzschulung im leichten Sitz“ (Reiter David Schneider). Die Verbesserung der Anlehnung war ein weiteres Thema, hier war Julia Faust mit ihrem Dressurpferd aktiv. Springgymnastik und das Heranführen des jungen Pferdes an das Springen demonstrierte Florian Kircher mit einer sechsjährigen Stute. Übergänge und die Förderung der Losgelassenheit und Anlehnung war die Aufgabe von Heinrich Damian Brähler im Viereck. Zum Abschluss kam das Thema „Halbe und ganze Paraden sowie die Entwicklung der Versammlung“ zur Sprache. Als Reiterin fungierte hier Dr. Sonja Linke.

Innerhalb kürzester Zeit hatten sich Hess und Scholten von den jeweiligen Reitern und Pferden ein Bild gemacht, sowohl viel Positives als auch Negatives festgestellt und schließlich Lösungen für Probleme und Verbesserungsvorschläge für die weitere Arbeit gegeben. Immer wieder betonten die beiden Referenten, wie wichtig ein ausbalancierter Sitz sowie das Herantreiben von hinten nach vorn ins Gleichgewicht bei weicher und stetiger Anlehnung sei. Hess und Scholten gingen am Ende jeder Vorstellung auf die vielfältigen Fragen der Zuschauer ein und wurden auch in der Pause von vielen Reitern konsultiert, die ihre Probleme zur Sprache brachten. So konnten alle Teilnehmer nur profitieren. Denn das Engagement der beiden Referenten zeigte, dass auf eine qualifizierte Ausbildung aller Reiter und vor allem des jugendlichen Nachwuchses besonders viel Wert gelegt wird.